In Deutschland erkranken jährlich mehr als eine halbe Million Menschen neu an Krebs. Und die Tendenz steigt. Über vier Millionen Menschen leben deutschlandweit mit dieser Diagnose, dabei könnten rund 40 Prozent der Fälle mit einer gesunden Lebensweise vermieden werden. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb gehören Krebsfrüherkennungsprogramme zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Einige Krebsarten, wie z.B. Brust- oder Darmkrebs werden häufig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen diagnostiziert und im Frühstadium erkannt. Sie lassen sich so früh meist erfolgreicher behandeln, als Krebserkrankungen, die eher in einem späteren Tumorstadium erkannt werden. Denn bei vielen Krebserkrankungen machen sich Symptome und Beschwerden erst vergleichsweise spät bemerkbar.
Frauen* zwischen 20 und 34 Jahren können sich einmal jährlich bei ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt untersuchen lassen. Dabei werden das äußere und innere Genital begutachtet und ein Zellabstrich von Gebärmuttermund und Gebärmutterhals (Pap-Test) entnommen.
Statt der jährlichen Untersuchung erhalten Frauen* ab 35 Jahren alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung aus Pap-Abstrich und HPV-Test, da HPV-Infektionen in diesem Alter seltener von selbst abheilen.
Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt tastet einmal jährlich Brüste und Achselhöhlen ab und zeigt Ihnen, wie Sie zwischen den Terminen selbst auf Veränderungen achten können.
Alle zwei Jahre können Sie Ihren gesamten Körper einschließlich des Kopfes von einer Hautärztin, einem Hautarzt oder einer entsprechend qualifizierten Praxis auf verdächtige Hautveränderungen untersuchen lassen.
Alle zwei Jahre erhalten Frauen* eine persönliche Einladung zur Mammographie, einer Röntgenuntersuchung der Brust zur Früherkennung von Brustkrebs. Seit dem 1. Juli 2024 können auch Frauen* zwischen 70 und 75 Jahren kostenfrei am Screening teilnehmen. Wer Anspruch hat, wird alle zwei Jahre angeschrieben und eingeladen.
Zur Früherkennung von Darmkrebs kann der Stuhl alle zwei Jahre auf verborgenes Blut untersucht werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen alternativ auch die Kosten für zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von zehn Jahren.

Alle zwei Jahre können Sie sich bei einer qualifizierten Haus- oder Hautärztin bzw. einem Hausarzt oder Hautarzt auf Hautkrebs untersuchen lassen.
Einmal jährlich bieten Urologinnen und Urologen Männern eine Untersuchung an, bei der das äußere Genital sowie die Prostata über den Enddarm und die Lymphknoten in der Leiste abgetastet werden. Bei familiärer Vorbelastung, etwa wenn Vater oder Bruder bereits betroffen waren, kann die Untersuchung bereits ab 40 Jahren sinnvoll sein.
Zur Früherkennung von Darmkrebs kann der Stuhl alle zwei Jahre auf verborgenes Blut untersucht werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen alternativ auch die Kosten für zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von zehn Jahren.
Die Broschüre ist in Leichter Sprache verfasst und soll den Zugang zu wichtigen Informationen rund um Vorsorge und Früherkennung erleichtern.
Eine regelmäßige Selbstuntersuchung kann helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gesundheitlichen Risiken rechtzeitig zu begegnen. Wir bieten Ihnen einfache Anleitungen zur Selbstuntersuchung, die Ihnen Schritt für Schritt zeigen, worauf Sie achten sollten. Laden Sie sich die Anleitungen bequem herunter und erfahren Sie, wie Sie aktiv zur Vorsorge beitragen können.
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